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Willkommen…

30/10/2015

Liebe Schülerin, lieber Schüler,

erst einmal will ich Ihnen ganz herzlich dazu gratulieren, dass Sie den Weg zur Homepage der Fachschaft Deutsch des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums gefunden haben! Der erste Schritt in die eigenständige Auseinandersetzung mit Sprache, mit Wort und Schrift ist also gemeistert. Wenn Sie es schaffen, sich hier ebenso gut zurechtzufinden wie wir, die Lehrkräfte des FDG, kann in Sachen Abitur im Fach Deutsch kaum noch etwas schiefgehen.

Aber was macht eigentlich den Deutschunterricht an unserer Schule aus? Das Lesen? Natürlich. Und das Schreiben gehört natürlich auch dazu. Sprechen? Unbedingt muss ganz viel gesprochen werden! An das Zuhören wird wahrscheinlich schon seltener gedacht, aber auch das kriegen wir hin!

Deutschunterricht am FDG ist aber viel mehr als das:

  • Literatur bietet Antworten oder versucht es zumindest. Antworten auf die Fragen, die alle von uns an- und umtreiben: Was ist Liebe? Wie geht man mit Schuld um? Gibt es einen Sinn des Lebens?

  • Literatur und Sprachreflexion unterstützen bei der Bewältigung persönlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen. Nur wer sprachkompetent ist, kann sein Leben selbst gestalten.

  • Wir machen Sie zu kritischen Denkern! Wir stellen Ihnen nicht nur Inhalte und Methoden vor, sondern schulen Sie gleichfalls in der Aus- und Bewertung derselben. Nichts ist einfach so, weil es so ist oder schon immer war.

  • Wenn Sie die kommunikativen Prozesse begreifen, die für die tägliche Veränderung der Welt verantwortlich sind, und selbst Expertin bzw. Experte auf diesem Gebiet werden, können auch Sie am Schluss nicht weniger als die Welt verändern. Wer sonst?

Letztlich können und wollen wir, Ihre Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer, – und so sehen es auch die Kerncurricula des Kultusministeriums vor – Sie „dazu befähigen, selbstbestimmt und in sozialer Verantwortung, selbstbewusst und resilient, kritisch-reflexiv und engagiert, neugierig und forschend, kreativ und genussfähig ihr Leben zu gestalten und wirtschaftlich zu sichern“. Lassen Sie sich überraschen!

Im Namen der ganzen Fachschaft wünsche ich Ihnen und uns ein gutes Gelingen bei dieser Angelegenheit und vor allem viel Spaß an der Sache. Auf in Richtung Abitur!

Mirko Krämer

(Fachvorsteher Deutsch)

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FDG-Schüler schnuppern in das Verlagswesen

27/02/2015

Deutsch-Exkursion der Q4 zum S. Fischer Verlag in Frankfurt-Sachsenhausen. Von Julia S. und Julia W. Am Donnerstag, den 12. Februar 2015, besuchten wir mit unserem Deutsch-Grundkurs unter der Leitung von Herrn Dr. Schaal den S. Fischer Verlag in Frankfurt. Im Gebäude der S. Fischer Verlage trafen wir auf Herrn Dr. Michel, welcher als Lektor beim Kernverlag S. Fischer arbeitet.

Zu Beginn führte uns Herr Dr. Michel in die Geschichte des Verlags ein, der 1886 von Samuel Fischer gegründet worden ist. Fischers Intention war es schon damals, anspruchsvolle und moderne Gegenwartsliteratur für ein breites Publikum bereitzustellen. Besonders im Dritten Reich hatte der Verlag viele Probleme. Autoren wurden verfolgt und der Verlag musste ins Exil nach Wien, um nicht von den Nationalsozialisten enteignet zu werden.

Herr Dr. Michel erklärte uns, dass heute zu den S. Fischer Verlagen auch Verlage wie zum Beispiel „Fischer Scherz“ und „Fischer Krüger“ gehören, die jeweils unterschiedliche Genres abdecken.

Uns wurde bewusst, dass es beim S. Fischer Verlag nicht allein um den wirtschaftlichen Profit geht, sondern dass auch immer der kulturelle Aspekt eine wichtige Rolle spielt. Bei dieser „Mischkalkulation“ wird einerseits Werken eine Chance gegeben, bei denen von vornherein absehbar ist, dass sie nicht zum wirtschaftlichen Erfolg des Verlags beitragen werden, aber einen hohen literarischen Wert besitzen. Andererseits sichern Werke, die gut beim Publikum ankommen und die eine Chance haben, auf Bestseller-Listen zu erscheinen, das wirtschaftliche Überleben des Verlags. Man müsse also immer zwischen dem Wert des Werkes als Kulturgut und als Ware abwägen, erklärte Herr Dr. Michel.

Nach einer kurzen Pause mit Kaffee und Gebäck stellte uns Herr Dr. Michel seinen Arbeitsalltag als Lektor vor, indem er die Arbeitsschritte, von einem Manuskript bis zur Veröffentlichung eines Werkes, beschrieb. Der erste wichtige Arbeitsbereich ist die Akquisition und die Prüfung der Manuskripte. Autoren finden einen Verlag, indem sie ihre Manuskripte entweder selbst an die Verlage schicken, über Agenturen vermittelt oder aufgrund einer Empfehlung eines renommierten Autors von einem Verlag angesprochen werden. Die eingereichten Manuskripte werden von den Lektoren geprüft und schließlich in einem Gremium ausgewählt. Im nächsten Schritt, der Redaktionsarbeit, bearbeiten die Lektoren gemeinsam mit den Autoren die Texte. Das Marketing ist ein Bereich, der parallel dazu abläuft, hier wird zum Beispiel das Cover gestaltet. Später kümmert sich der Verlag auch um Lesungen und versucht zum Beispiel durch Werbeanzeigen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Werk zu lenken. Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld des Lektors ist die Autorenpflege. Die Zusammenarbeit zwischen Autor und Verlag sollte so angenehm wie möglich gestaltet werden.

Am Ende des Besuchs diskutierten wir mit Herrn Dr. Michel unFischer2d Herrn Dr. Schaal über die aktuellen Entwicklungen im Verlagswesen wie „E-Books“ und die damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Probleme vor allem kleinerer Verlage und Buchhandlungen. Außerdem bekamen wir die Möglichkeit, uns die unterschiedlichen Bücher in dem Konferenzraum, in dem das Gespräch stattfand, anzuschauen. Dabei unterhielten wir uns, auch angeregt durch diese Eindrücke, über unsere aktuellen Lieblingsbücher.

Während des gesamten Gesprächs herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre, die auch dadurch geschaffen wurde, dass Herr Dr. Michel uns dazu aufforderte, jederzeit Fragen zu stellen. Ein Kursfoto auf der Dachterrasse des Verlags mit Blick auf die Skyline Frankfurts bildete den Abschluss eines sehr interessanten Deutsch-Ausflugs.

FDG engagiert sich für Deutsches Romantikmuseum

03/05/2014

Deutsch-Kurs der 12. Jahrgangsstufe des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums unter Leitung von Herrn Dr. Björn Schaal übernimmt die Patenschaft für Eichendorffs Gedicht „Fliegt der erste Morgenstrahl“.

Zu den Paten des Deutschen Romantik-Museum zählen ab sofort die Schülerinnen und Schüler des Deutsch-Kurses der 12. Jahrgangsstufe des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums unter Leitung von Herrn Dr. Schaal.
Der Deutsch-Kurs war zu Gast im Frankfurter Goethe-Haus, um sein Paten-Objekt, die eigenhändige Reinschrift des Eichendorff-Gedichts „Fliegt der erste Morgenstrahl“, in Augenschein zu nehmen. Die 22 Schülerinnen und Schüler trafen Dr. Konrad Heumann und Bettina Zimmermann von der Handschriftenabteilung des Freien Deutschen Hochstifts, um mehr über die Entstehung des Textes, dessen literarische Einordnung sowie über die Arbeit in der Handschriftenabteilung und das geplanten Deutsche Romantik-Museum zu erfahren.

Frau Professor Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts, über das Engagement der Jugendlichen: „Wir danken den Schülerinnen und Schülern sowie ihrem Lehrer Dr. Schaal für ihren Einsatz und freuen uns sehr, dass wir so junge Unterstützer mit dem Deutschen Romantik-Museum verbunden wissen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Für uns ist es ein äußerst positives Zeichen, dass unser Vorhaben bis in die Schulen bekannt ist, zumal wir mit dem neuen Literatur-Museum ausdrücklich auch Kinder und Jugendliche für die Epoche der deutschen Romantik begeistern möchten.“
Auch der Lehrer des Kurses, Dr. Björn Schaal, zeigte sich sehr erfreut über das große Interesse seiner Schülerinnen und Schüler an der romantischen Literatur. Zu den Beweggründen seines Kurses, Geld für eine Patenschaft zu sammeln, sagte er: „Dank der Patenschaft ist den Schülern die oftmals komplexe Entstehungsgeschichte literarischer Texte bewusst geworden. Darüber hinaus haben sie erfahren, wie viele wertvolle Handschriften gerade aus der Romantik im Goethe-Haus aufbewahrt werden. Das war für viele Schüler ein ‚Aha-Erlebnis‘ und hat die Entscheidung bestärkt: Wir wollen das Projekt Romantik-Museum unterstützen.“

Joseph von Eichendorff:

Joseph von Eichendorff Fliegt der erste Morgenstrahl (nach 1837) Eigenhändige Gedicht-Reinschrift mit Unterschrift © Frankfurter Goethe-Haus / Freies Deutsches Hochstift

Joseph von Eichendorff
Fliegt der erste Morgenstrahl (nach 1837)
Eigenhändige Gedicht-Reinschrift mit Unterschrift
© Frankfurter Goethe-Haus / Freies Deutsches Hochstift

Fliegt der erste Morgenstrahl (nach 1837)

Fliegt der erste Morgenstrahl
Durch das stille Nebelthal,
Rauscht erwachend Wald u. Hügel,
Wer da fliegen kann, nimmt Flügel!

Und sein Hütlein in die Luft
Wirft der Mensch vor Lust u. ruft:
Hat Gesang doch auch noch Schwingen,
Nun, so will ich fröhlich singen!

Hinaus, o Mensch, weit in die Welt,
Bangt dir das Herz in krankem Muth;
Nichts ist so trüb in Nacht gestellt,
Der Morgen leicht macht’s wieder gut.